| Haupt- und Realschüler international |
Unsere VisionWir wollen mit unserem Projekt „Haupt- und Realschüler International“ dazu beitragen, dass sich auch Haupt- und Realschülern Möglichkeiten eröffnen, wertvolle Erfahrungen und Fähigkeiten durch Auslandsaufenthalte zu sammeln und Teil der sich immer stärker vernetzenden globalen Gesellschaft zu werden. Hier finden Sie unsere Broschüre.
Das ProjektDie zwei Kernbereiche unseres gegenwärtigen Engagements sind einerseits das Pilotprojekt „Future Heroes“, begleitet von Teach First Deutschland Fellow Christina Lagemann, und andererseits die Entwicklung geeigneter Formate für Auslandsaufenthalte, die Diskussion von Möglichkeiten der Institutionalisierung und die Vernetzung der Akteure auf einer Konferenz am 12. November in Berlin. Säule 1: Das Pilotprojekt „Future Heroes“Wir arbeiten mit Christina Lagemann im Rahmen des Projektes „Future Heroes“ zusammen. Sechs SchülerInnen einer integrierten Hauptschule aus Berlin Buch (Hufeland-Oberschule) planen unter ihrer Anleitung einen fünftägigen Austausch mit acht SchülerInnen einer Partnerschule aus London (Archbishop Lanfranc School). Im Zentrum des Auslandsaufenthaltes wird ein binationales Filmprojekt zum Thema „Find out what you want! Find out how you get there!“ stehen. Dabei sollen die SchülerInnen Visionen für ihre Zukunft entwickeln und sich über konkrete nächste Schritte auf dem Weg dorthin bewusst werden. Das Projekt „Future Heroes“ besitzt beispielhaften Charakter für die Gestaltung eines Auslandsaufenthaltes von SchülerInnen aus Haupt- und Realschulen: Es verknüpft eine kurze Studienreise mit einer praktischen Tätigkeit und fördert die SchülerInnen sowohl in der Erweiterung ihrer Sprachkenntnisse als auch in der Stärkung ihrer sozialen und interkulturellen Kompetenzen. Weiterhin erlernen sie einen kreativen und produktiven Umgang mit Medien und werden nach Beenden des Projektes das Gefühl haben, tatsächlich etwas geschafft zu haben und gestärkt den Aufgaben der Zukunft entgegensehen. Das Projekt ist somit exakt auf die in unseren Umfragen erhobenen Ansprüche und Bedürfnisse von Jugendlichen aus dieser Schulform abgestimmt. Die HauptschülerInnen sollen nach ihrem Projekt den in Kooperation mit britischen Jugendlichen entstandenen Film im Austausch mit Gleichaltrigen in Schulen, Jugendzentren und im Internet präsentieren. So werden sie trotz schwieriger Startbedingungen selbstbewusster in die Zukunft blicken.
Säule 2: Konferenz „Haupt- und Realschüler International“Die eintägige Konferenz zum Thema der Internationalisierung von Haupt- und Realschülern, wird am 12. November in den Räumen des DIHK in Berlin stattfinden. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, dem Bildungsbereich, Austauschorganisationen und Lehrer- und Schülerverbänden werden hier mit dem Ziel zusammengebracht, Formate zur Förderung der Internationalität von Haupt- und Realschülern zu entwickeln und Akteure zu vernetzen. Das Konzept und das Programm für die Tagung wurden bereits detailliert erarbeitet. Der errechnete Finanzbedarf von rund 3.500 Euro ist bereits gedeckt. Wir freuen uns, dass wir den Tönissteiner Kreis e.V. als Träger sowie den DIHK und Teach First Deutschland als Unterstützer der Konferenz gewinnen konnten. Einige Redner, Moderatoren und Gäste haben ihre Teilnahme an der Konferenz bereits zugesichert. Während das Pilotprojekt die praktische Seite der Auslandsaufenthalte thematisiert, soll die Konferenz im November dieses Jahres Entscheidungsträger und Vertreter der Zielgruppe zusammenbringen. In zwei Panels mit anschließenden Workshops sollen die Problematik analysiert und Ideen angeregt und erörtert werden. Zentrale Diskussionsthemen werden die Formate, ein faires Auswahlverfahren, Informationswege und Finanzierung zukünftiger Initiativen betreffen. Unser Pilotprojekt „Future Heroes“ soll dabei Vorbildfunktion für weitere Projekte zur Förderung der Internationalität an Haupt- und Realschulen haben. Die Ergebnisse von „Future Heroes“ sollen vorgestellt werden und zeigen, wie die Durchführung eines solchen Projektes aussehen könnte. Der im Rahmen des Projektes entstandene Film der deutschen und britischen Jugendlichen soll von einem der Projektteilnehmer präsentiert werden.
Hintergrund Eines der Hauptanliegen des Tönissteiner Kreises ist die Förderung der Internationalität in Deutschland. In den letzten Jahren hat sich auf diesem Gebiet viel getan, so dass Auslandserfahrungen oft schon in der Schule, bei vielen aber spätestens im Studium realisiert werden können. Leider sind diese fruchtbaren Aufenthalte in der Regel hauptsächlich Gymnasiasten bzw. späteren Akademikern zugänglich. Haupt- und Realschüler sind von diesen Erfahrungen größtenteils ausgeschlossen. Dies ist nicht nur vor dem Hintergrund des wichtigen Ziels der Völkerverständigung, die idealerweise alle Bevölkerungsgruppen durchdringen sollte, außerordentlich bedauerlich. Ebenso ist die mangelnde Ausschöpfung geistiger Potentiale für unsere Gesellschaft zu beklagen. Offenheit für Neues, Ausbruch aus gewohnten Denkstrukturen, Entwicklung neuer Betrachtungsweisen und andere Tugenden, die sich aus Erfahrungen eines Auslandsaufenthaltes entwickeln können, sollten nicht nur Akademikern vorbehalten sein. Neben der Persönlichkeitsentwicklung, die durch Auslandsaufenthalte entschieden gefördert wird, bestehen auch pragmatische Gründe, um Auslandsaufenthalte von Haupt- und Realschülern zu fördern: Gute Fremdsprachenkenntnisse erhalten in vielen Lehrberufen, besonders im Dienstleistungsbereich, eine zunehmende Bedeutung und bereiten die Jugend auf ein Leben in einer globalisierten Welt vor. Projektteam (seit Oktober 2009)Sophie de Belsunce (Projektleitung): s.de.belsunce[at]toenissteiner-studentenforum.de Liesa Brauer: l.brauer[at]toenissteiner-studentenforum.de Nele Weßels: n.wessels[at]toenissteiner-studentenforum.de Nora Heinzelmann (Finanzen): n.heinzelmann[at]toenissteiner-studentenforum.de Die Anfänge des ProjektsBereits im Jahre 2006 fand sich eine Gruppe engagierter Mitglieder des Studentenforums im Tönissteiner Kreis zusammen, die es sich zum Ziel gemacht hatte, Auslandserfahrungen für Nicht-Gymnasiasten zugänglich zu machen. Sie begannen mit einer umfassenden Recherche des Statur Quo, deren Ergebnisse klären sollten, ob es in diesem Bereich bereits Möglichkeiten für Nicht-Gymnasiasten im Schüleralter gibt. Sie konsultierten staatliche Einrichtungen, didaktische Fachzeitschriften, gemeinnützige Austauschorganisationen und allgemeine Informationsmedien (z.B. Internet), und führten Interviews mit Lehrern und Schulämtern. Dabei musste die Gruppe feststellen, dass es keine größeren Initiativen im Bereich der Auslandsaufenthalte gibt, die sich besonders an Haupt- und Realschüler richten. Zwar schließen auch gemeinnützige Austauschorganisationen diese Schülergruppe nicht explizit aus, jedoch stellen Hauptschüler weit weniger als 1% des Klientels. Bei der Befragung einer größeren Stichprobe von Hauptschülern der 9. und 10. Klasse stellte sich zudem heraus, dass 65% der befragten Schüler Interesse an einem Auslandaufenthalt zeigen. 25% hielten einen solchen Aufenthalt auch für vorteilhaft hinsichtlich ihres zukünftigen Berufs. Die meistgenannten Gründe für die mangelnde Realisierung eines solchen Vorhabens waren Unkenntnis über die Möglichkeiten zur Verwirklichung sowie finanzielle Schwierigkeiten.
ErgebnisseDie Ergebnisse der Recherche und der Umfrage unter den Hauptschülern dienen uns als wichtige Grundlage für unser derzeitiges Engagement. Hier die Ergebnisse der Umfrage 2007 zum Nachlesen. Hier der erste Entwurf des Flyers. Ehemalige ProjektmitgliederAndreas Saerbeck Ramona Evens Georg Gerstberger Matti Spiecker Anita Krätzner Sebastian Barth |
| Do Okt 07 Schülerkolleg International - Projektwochenende Brüssel |
| Fr Okt 08 Schülerkolleg International - Projektwochenende Brüssel |
| Sa Okt 09 Schülerkolleg International - Projektwochenende Brüssel |
| So Okt 10 Schülerkolleg International - Projektwochenende Brüssel |
| Fr Nov 05 @08:00 - 05:00 Weimar Youth Forum 2010 |