| ISA IV: Zagreb, Kroatien |
"Towards Stability and Prosperity in South-Eastern Europe”, vom 4. bis 11. Oktober 2003 Die International Sommer Akademie 4 wurde vom 4. -10. Oktober 2003 in Kroatien durchgeführt. Organisiert wurde sie vom European Circle Croatie, in Kooperation mit dem Studentenforum im Tönissteiner Kreis und der Conférence Olivaint. Die vorhergehenden ISAs wurden in Berlin (2000), in Madrid (2001), und in Paris (2002) durchgeführt. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Stärkung des internationalen Netzwerks „Politeia“, welches als Forum für die Zusammnarbeit verschiedender Organisationen dient. Durch grenzüberschreitenden Dialog und gemeinsame Aktivitäten unterstützt das Netzwerk die Bildung einer internationalen Zivilgesellschaft. Alle Mitgliedsorganisationen von Politeia haben ein Vertragswerk unterzeichnet, in dem sie die Vielfalt von sozialen, kulturellen und politischen Identitäten anerkennen und gemeinsam an einer „Einheit in der Vielfalt“ arbeiten. Die ISA 4 mit dem Thema „Towards Stability and Prosperity in South-East Europe“ wollte einerseits Kroatien als Land von unglaublicher Vielfalt und langen Traditionen vorstellen, sondern auch seine Rolle in der Region Südosteuropa erforschen. Der Schwerpunkt lag auf der Umsetzung der beiden wesentlichen policy Initiativen der EU in der Region, dem Stabilisations- und Assoziationsabkommen (SAA) und dem Stabilitätspakt für Südosteuropa. Während der einwöchigen Konferenz wurden zahlreiche Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen durchgeführt. Die Sprecher kamen von verschiedenen Institutionen, Unternehme, der Wissenschaft und dem NGO-Sektor und repräsentierten nicht nur Kroatien, sondern auch andere Staaten der Region sowie die EU und andere Internationale Organisationen. Eines der besonderen Erlebnisse war der Besuch im Präsidentenpalast des damaligen Präsidenten Mesic. Zwei Exkursionen wurden durchgeführt, die eine nach Vukovar and Pakrac in Slavonien, die andere zum Plitvice Seen Nationalpark. Dies ermöglichte den Teilnehmern, sich einen persönlichen Eindruck von dem Land zu verschaffen. Nicht nur die materielle und psychologische Zerstörung des Krieges hinterließen einen tiefen Eindruck bei den Teilnehmern, sondern auch der demokratische Aufbruchsprozess, der wirtschaftliche Aufschwung und die Rückkehr und Integration von Flüchtlingen und Minderheiten. Das Interesse der kroatischen Presse unterstrich nochmals die Bedeutung dieser ISA. So gaben einige Teilnehmer Interviews für einen Radiosender. Die große Zahl und Diversität der Teilnehmer kann als ermutigendes Zeugnis dafür gelten, dass unsere Generation von jungen Europäern an den aktuellen Entwicklungen und der Zukunft dieser Region ein großes Interesse hat.
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