Das japanische Ausbildungssystem und seine Anwendungsmöglichkeiten auf Deutschland, oder: Die 6 K’s als Geheimnisse des japanischen Erfolgs

Die wirtschaftliche Größe Japans ist unumstritten. Doch was genau macht den Erfolg der Japaner aus? Inwiefern unterscheiden sich Japan und Deutschland, die durch ihre gesellschaftlichen Systeme doch recht ähnliche Voraussetzungen aufweisen? „Ticken“ Japaner vielleicht anders? Oder ist ihre Arbeitseinstellung und -weise einfach effizienter?

Im „ Think Tank Japan” des Studentenforums am 22. und 23. Juli 2005 in Düsseldorf, dem “Little Tokyo am Rhein”, sollten diese kulturellen Unterschiede entschlüsselt werden, in welchen die beiden Länder wurzeln.Mitglieder des Studentenforums im Tönissteiner Kreis und Mitglieder des Tönissteiner Kreises sowieGäste aus den Universitäten Düsseldorf, Duisburg, Köln und Bonn eigneten sich während der Veranstaltung ein erstes Grundwissen über Japan an. Zur Identifizierung der japanspezifischen Erfolgsfaktoren wurden insbesondere die Charakteristiken des japanischen Erziehungssystems und japanischer Arbeitsweise beleuchtet und auf ihre Anwendungsmöglichkeiten auf das deutsche System hin überprüft.
Als Referenten in Präsentationen, Workshops und Diskussionen zu den Themen Schule, ergänzende Bildung, Ausbildung, Praktika und Arbeitsleben konnten wir folgende Japan-Experten begrüßen:
Helmut Demes (Geschäftsführer des Instituts für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen), Yoichi Hasegawa (Direktor der Toyota Deutschland GmbH), Takeo Kameyama (Präsident des Studienwerks für Deutsch-Japanischen Kulturaustausch in NRW e.V.), Tatsuo Kamino (JETRO - Japan External Trade Organisation), Karl-Heinz Meid (Geschäftsführer der Deutsch-Japanischen Gesellschaft e.V. Köln), Eva Nell (Gründerin von Silkroad Management Consulting), Marina Neuendorff (InWent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH), Thomas Neumann (Instruction Team Kumon Deutschland GmbH), Felix Treibmann (Gründer der Initiative KOPRA - Koordinationsstelle für Praktika), Yasuo Tsuruoka (Direktor der Japanischen Internationalen Schule e.V. Düsseldorf) und Ruprecht Vondran (Vorsitzender des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises (DJW) e.V.).
Die wertvollen Informationen von Japan-Kennern aus „erster Hand“ sowie die „Face-to-Face“-Kontakte zu Japanern und Japan-Interessierten hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei allen Teilnehmern. Die Frage, ob Deutschland von Japan lernen könne, konnte am Ende des Wochenendes von allen Teilnehmern mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden.