| Zukunft und Reform des Auswärtigen Amtes |
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Terroristische Netzwerke, Massenvernichtungswaffen, Globalisierung, organisierte Kriminalität, Europäische Einigung und die Vision einer einheitlichen europäischen Außenpolitik: Ein sich politisch und strukturell zunehmend veränderndes europäisches und globales Umfeld stellt Deutschlands Außenpolitik vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Das Auswärtige Amt, Instrument und Ort der Umsetzung deutscher Außenpolitik, wird auf diese Herausforderungen antworten müssen. Will es seine Aufgaben – die Analyse, Koordination, Kommunikation und Umsetzung der außen- und europapolitischen Interessen Deutschlands – auch zukünftig optimal wahrnehmen, muss es sich in seinem inhaltlichen Verständnis wie auch in seiner strukturellen Organisation in Richtung der neuen Herausforderungen weiterentwickeln. Zeitgleich mit einem innerhalb des Auswärtigen Amtes betriebenen Reformprozess, in dem amtsintern Antworten auf die neuen Herausforderungen formuliert und adäquat weiterentwickelte Organisationsstrukturen gefunden werden sollten, untersuchte wir vom 29. – 30. Januar 2004 im Auswärtigen Amt (AA) und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) die Frage: Wie muss sich das Auswärtige Amt reformieren, um im 21. Jahrhundert schlagkräftig und handlungsfähig zu bleiben und um den neuen welt- und europapolitischen Anforderungen gerecht zu werden? Diplomaten verschiedener Abteilungen, wie Alfred Grannas, Leiter Arbeitsstab Zukunftsperspektiven des Auswärtigen Dienstes, die Tönissteinerin Julia Monar aus der Personalabteilung, Matthias Schauer, Leiter der Abteilung Personalpolitik und Dienstrecht der EU sowie Axel Dittman, tätig im Bereich EU-Konferenzsekretariat, beantworteten unsere Fragen zur Stärken und Schwächen des Dienstes. Wir debattierten dabei primär die Vor- und Nachtteile des klassischen Diplomaten – des „Generalisten“ – im Gegensatz zu dem an Bedeutung gewinnenden Spezialisten. Nach einem gruppeninternen brainstorming in den Büroräumen der IPA Network International Public Affairs der Tönissteinerin Karina Föster diskutierten die Teilnehmer anschließend ihre Reformvorschläge von und mit einem Panel hochkarätiger Referenten wie Prof. Dr. Eberhard Sandschneider (Forschungsdirektor der DGAP), Günther von Altenburg (Stellvertretender Generalsekretär der NATO) sowie Ministerialdirektor a.D. Steffen Rudolph (Auswärtiges Amt) in der DGAP. Als Seminarergebnis erarbeiteten wir schließlich ein Strategiepaper (pdf, deutsch), in dem wir mit einem „Zukunftsszenario 2014“ die aus heutiger Sicht erkennbaren, für das Auswärtige Amt wesentlichen Umfeldveränderungen beschreiben, deren langfristige Konsequenzen für den deutschen Auswärtigen Dienst untersuchen und Reformvorschläge für eine inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung des Auswärtigen Amtes unterbreiten. Handlungsbedarf wird vor allem in einer Neuausrichtung seiner Personalpolitik gesehen, die stärker auf den gezielten Aufbau strategischer Kompetenzfelder in der Personalauswahl, -ausbildung und -entwicklung abzielen sollte. Aufgrund seines großen Erfolges hat dieser Think Tank den Anstoß zu der trilateralen Initiative "Europe towards a European Diplomacy" gegeben. |
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